Beitragsseiten

Solarthermie zur Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung

Solarthermische Anlagen nutzen, im Gegensatz zur Photovoltaik, die Sonnenstrahlung zur Wärmeerzeugung. Dabei ist der Wirkungsgrad wesentlich höher als zur Stromerzeugung. Je nach Auslegung der Solarthermischen Anlage kann diese zur Bereitung von Trinkwarmwasser oder zusätzlich zur Heizungsunterstützung eingesetzt werden. Welche dieser beiden (auch staatlich geförderten) Varianten sich lohnt, hängt vom Einzelfall ab.

Wenn Ausrichtung zur Sonne und Neigung stimmen sowie die gesamte Anlage inklusive des obligatorischen Pufferspeichers von der Fachfirma richtig dimensioniert wurde, kann man davon ausgehen, dass eine zur Warmwasserbereitung eingesetzte Anlage sich auf jeden Fall innerhalb weniger Jahre durch Brennstoffeinsparung bezahlt macht. Genauer hinsehen muss man jedoch bei Anlagen zur Heizungsunterstützung. Aktuelle Feldstudien haben gezeigt, dass eine Dimensionierung knapp über der förderfähigen Kollektorfläche (siehe BAFA-Infos) die Anlagenverluste durch die zusätzliche Hydraulik so hoch sind, dass über das Jahr gesehen eine Brennstoffeinsparung selten erfolgt.

In gänzlich anderen Dimensionen bewegen sich allerdings die sogenannten "Sonnenhäuser": Erste Exemplare dieser rein solar beheizten Häuser haben sich in der Praxis bewährt, weisen jedoch bis zu 10x größere Kollektorflächen und 50x größere Pufferspeicher als sonst üblich aus. Mehr Infos dazu gibt es z.B. beim Sonnenhaus-Institut.